Silage ist eine der besten Methoden, um frisches Grünfutter für die ganzjährige Tierfütterung zu konservieren. Durch die eigene Silageherstellung können Sie die Futterkosten um bis zu 60 % senken. Ihre Rinder, Milchkühe und anderen Nutztiere erhalten nährstoffreiches Futter – selbst in Trockenperioden oder den Wintermonaten.
Diese Anleitung führt Sie durch den gesamten Silageherstellungsprozess. Vom Ernten der Feldfrüchte mit der richtigen Feuchtigkeit bis hin zum Einsatz von Geräten wie Silageballenpressen zum Pressen und Wickeln – wir haben alles für Sie parat.
Was ist Silage?
Silage ist fermentiertes, feuchtes Grünfutter, das Nutztiere das ganze Jahr über fressen können. Der Prozess: Frisches Pflanzenmaterial wird in einem luftdichten Raum verdichtet. Natürliche Bakterien wandeln Zucker in Milchsäure um. Dieses saure Milieu konserviert das Futter – und erhält bis zu 85 % seines Nährwerts für 1-2 Jahre.
Im Gegensatz zu Heu, das auf Trocknung angewiesen ist, konserviert Silage das Futter, während es noch feucht ist – typischerweise bei 40-60 % Feuchtigkeit. Dies macht Silage besonders wertvoll, wenn das Wetter unberechenbar ist oder die Heubereitung schwierig ist.
Der Silageherstellungsprozess auf einen Blick
| Schritt | Tätigkeit | Kernpunkt |
|---|---|---|
| 1 | Zum richtigen Zeitpunkt ernten | Feuchtigkeit: 40-60 % |
| 2 | Schneiden und anwelken (falls nötig) | Ziel-Feuchtigkeit erreichen |
| 3 | In kleine Stücke häckseln | Ideale Länge 5-15 cm |
| 4 | Verdichten und Luft entfernen | Luftdicht ist entscheidend |
| 5 | Verschließen und fermentieren lassen | Mindestens 3-6 Wochen warten |
| 6 | Richtig lagern | 1-2 Jahre haltbar |
Silageherstellungsprozess
Jeder Schritt zählt. Überspringen Sie einen, leidet die Silagequalität.
Die besten Futterpflanzen für Silage
Nicht alle Pflanzen eignen sich gut für Silage. Die besten sind zuckerreich und haben eine gute Feuchtigkeit. Hier sind die Top-Optionen:
Mais (am beliebtesten)
Maissilage ist der Goldstandard für Milch- und Mastvieh. Sie ist energiereich und leicht verdaulich. Ernten Sie, wenn das Korn zu 2/3 in der Milchreife steht und die Ganzpflanzenfeuchte 60-70 % beträgt.
Gras- und Leguminosensilage
Lieschgras, Klee, Luzerne und andere Gräser ergeben eine hervorragende Silage – besonders in Mischung mit Mais. Diese eignen sich gut für Schafe, Ziegen und Rinder. Mähen Sie zur besten Nährstoffausbeute im frühen Blühstadium.
Hirse (Sorghum)
Hirse kommt gut mit Trockenheit zurecht und gedeiht in heißen Klimazonen. Vom Nährwert her ist sie dem Mais ähnlich. Ernten Sie im richtigen Stadium für eine hochwertige Silage.
Weitere Optionen
- Zuckerrohrspitzen und -blätter
- Ernterückstände (Weizenstroh, Reisstroh)
- Ganzpflanzengerste oder -hafer
Schritt für Schritt: So stellen Sie Silage her
Schritt 1: Den richtigen Erntezeitpunkt wählen
Der richtige Zeitpunkt ist entscheidend. Bei zu früher Ernte (zu feucht) kommt es zu Sickerwasserbildung und schlechter Fermentation. Bei zu später Ernte (zu trocken) lässt sich das Futter nicht richtig verdichten – was zu Schimmel und Verderb führt.
- Mais: Ernten, wenn die Kornfeuchte 60-70 % beträgt (wenn 2/3 der Körner die Milchreife erreicht haben)
- Gras: Zu Beginn der Blüte mähen, bevor sich die Ähren vollständig entwickeln
- Luzerne: Bei 10-15 % Blüte mähen für das beste Verhältnis von Ertrag und Qualität
Schritt 2: Mähen und Anwelken (falls erforderlich)
Bei der Direktsilage wird das Erntegut sofort nach dem Mähen gehäckselt. Beim Anwelken auf dem Feld wird das Mähgut 2-4 Stunden lang in dünnen Schwaden ausgebreitet, um die Feuchte auf 40-60 % zu senken.
Verwenden Sie einen Häcksler, um die ideale Häcksellänge von 5-15 cm zu erreichen. Kürzere Stücke (2-5 cm) eignen sich am besten für Fahrsilos. Längere Stücke (10-15 cm) sind besser für Rundballen geeignet.
Schritt 3: Das Erntegut häckseln
Die Häcksellänge beeinflusst, wie gut sich die Silage verdichten und fermentieren lässt. Feines Häckseln (2-5 cm) erhöht die Dichte und erleichtert die Verdauung für die Tiere. Allerdings kann sehr feines Häckseln die wirksame Strukturfaser für Wiederkäuer reduzieren.
| Lagerungsmethode | Ideale Häcksellänge |
|---|---|
| Fahrsilo/Flachsilo | 2-5 cm (fein gehäckselt) |
| Rundballensilage | 10-15 cm (grob gehäckselt) |
| Schlauchsilo | 2-4 cm (sehr fein) |
Referenz für gehäckselte Silage

Schritt 4: Verdichten und Luft entfernen
Sauerstoff ist der Feind guter Silage. Schließen Sie die Luft so schnell wie möglich aus, um eine bessere Fermentation zu erreichen. Bei Fahrsilos das Material in dünnen Schichten (15–20 cm) ausbringen und mit schweren Traktoren gründlich verdichten.
Bei Rundballensilage verwenden Sie eine Silageballenpresse, um dichte Ballen zu erzeugen. Durch die Verdichtung selbst wird der größte Teil der eingeschlossenen Luft entfernt.

Schritt 5: Sofort verschließen
Sobald Sie Ihr Silo befüllt oder Ihre Ballen hergestellt haben, verschließen Sie diese sofort. Bei Fahrsilos verwenden Sie Plastikfolien, die mit Reifen oder Sandsäcken beschwert werden. Bei Rundballen wickeln Sie diese mit einer Silageballenpresse und Wickelgerät in Plastikfolie ein.
Das Ziel: eine sauerstofffreie Umgebung schaffen, in der sich gute Bakterien vermehren und Milchsäure produzieren.
Schritt 6: Fermentation zulassen
Die Fermentation dauert je nach Temperatur und Feuchtigkeit 3–6 Wochen. Während dieser Zeit:
- Gute Bakterien wandeln Zucker in Milchsäure um
- Der pH-Wert sinkt von 6,0 auf 4,0 oder darunter
- Das Futter wird so sauer, dass Verderb verhindert wird Öffnen Sie die Silage nicht und füttern Sie nicht daraus, bevor die Fermentation abgeschlossen ist. Ein vorzeitiges Öffnen lässt Sauerstoff eindringen und verursacht Verderb.
Schritt 7: Einlagern und Füttern
Fachgerecht hergestellte Silage ist 1–2 Jahre haltbar. Halten Sie Ballen versiegelt oder Fahrsilos abgedeckt, bis Sie mit der Fütterung beginnen. Nach dem Öffnen innerhalb von 3–5 Tagen verbrauchen, um Verderb zu vermeiden.
Für beste Ergebnisse mischen Sie die Silage in einem TMR-Wagen mit anderen Komponenten, um eine ausgewogene Ration zu erhalten.
Silierverfahren im Vergleich
Es gibt drei Hauptverfahren zur Silageherstellung. Die Wahl hängt von Betriebsgröße, Budget und Ausstattung ab:
| Verfahren | Geeignet für | **Vorteile ** | Nachteile |
|---|---|---|---|
| Fahrsilo | Großbetriebe (ab 100 Tieren) | Niedrige Kosten pro Tonne, einfache Befüllung | Benötigt Platz, hohe Anfangsinvestition |
| Rundballen | Kleine bis mittlere Betriebe | Flexibel, transportabel, einfache Lagerung | Höhere Folienkosten, mehr Arbeitsaufwand |
| Schlauchsilo | Mittlere Betriebe | Kein permanentes Bauwerk nötig | Schläuche können leicht reißen |
Silierverfahren im Überblick
Rundballensilage (Empfohlen für die meisten Betriebe)
Die Rundballenmethode bietet Ihnen die größte Flexibilität. Sie können:
- Silage herstellen, wenn das Wetter es zulässt
- Ballen überall auf Ihrem Hof lagern
- Ballen nach und nach ohne Hektik verfüttern
- Überschüssige Silage an Nachbarn verkaufen
Für Betriebe mit 50–500 Rindern produziert ein 70er-Silageballenpresse und -wickler Ballen mit einem Gewicht von 180–260 kg – ideal für Handhabung und Fütterung.


Häufige Fehler bei der Silageherstellung, die Sie vermeiden sollten
Sogar erfahrene Landwirte unterlaufen manchmal Fehler. Hier sind die häufigsten Fehler und wie Sie sie vermeiden:
Fehler 1: Ernte bei falscher Feuchtigkeit
Problem: Zu feucht führt zu Sickerwasser und Buttersäuregärung. Zu trocken führt zu schlechter Verdichtung und Schimmel.
Lösung: Feuchte mit Mikrowelle oder Feuchtemessgerät prüfen. Zielwert 40-60 % Feuchte, abhängig von der Lagermethode.
Fehler 2: Schlechte Verdichtung
Problem: Lufteinschlüsse verursachen Schimmel und Verderb bei 20-40 % der Silage.
Lösung: In dünnen Schichten ausbringen und gründlich verdichten. Bei Rundballen eine hochwertige Silageballenpresse verwenden, die dichte Ballen erzeugt.
Fehler 3: Unzureichende Abdichtung
Problem: Eindringender Sauerstoff verursacht Erwärmung, Schimmel und Nährstoffverluste.
Lösung: Bei Rundballen 6-8 Lagen Folie verwenden. Bei Fahrsilos Folienbahnen überlappen und Ränder mit Klebeband oder Sand abdichten.
Fehler 4: Zu frühes Öffnen
Problem: Fütterung vor Abschluss der Gärung führt zu schlechter Fermentation und reduziertem Futterwert.
Lösung: Nach dem Verschließen mindestens 3-6 Wochen warten. Gute Silage riecht süßlich und hat einen pH-Wert unter 4,5.
Anzeichen für gute vs. schlechte Silage
Woran erkennen Sie, ob Ihre Silage gelungen ist? So prüfen Sie es:

Merkmale guter Silage
- Farbe: Gelbgrün bis olivgrün (Mais) oder grünlich (Gras)
- Geruch: Angenehm, leicht süßlich – wie Essig oder fruchtig. Nicht faulig oder stinkend.
- Textur: Blätter und Stängel sind erkennbar. Nicht matschig oder schleimig.
- Temperatur: Kühl beim Öffnen. Wärme deutet auf Verderb hin.

Warnsignale schlechter Silage
- Farbe: Dunkelbraun, schwarz oder weiße Flecken
- Geruch: Buttersäure (ranzige Butter), faulig oder schimmelig
- Textur: Schleimig, matschig oder mit sichtbarem Schimmel
- Temperatur: Heiß bei Berührung (aktiver Verderb)

Füttern Sie niemals verschimmelte oder verdorbene Silage an Ihr Vieh – sie kann Listeriose und andere Gesundheitsprobleme verursachen.
Kostenvorteile der eigenen Silageherstellung
Die Herstellung von Silage verursacht zunächst Kosten, aber die Einsparungen gegenüber dem Kauf von Fertigfutter sind enorm:
| Kostenfaktor | Fertigfutter | Selbst hergestellte Silage |
|---|---|---|
| Futterkosten (pro Tonne) | 150-300 $ | 30-60 $ |
| Lagerkosten | Inbegriffen | 5-15 $/Tonne |
| Jährliche Futterkosten (50 Tiere) | 22.500-45.000 $ | 4.500-9.000 $ |
| Jährliche Einsparungen | / | 18.000-36.000 $ |
Vorteile der Silageherstellung
Ein hochwertiger Silageballenwickler amortisiert sich bereits nach 3-6 Monaten. Die meisten Betriebe erzielen bereits im ersten Jahr eine vollständige Kapitalrendite.
Starten Sie noch heute mit der Silageherstellung
Das Erlernen der Silageherstellung ist eine der besten Investitionen für Ihren Viehbetrieb. Mit der richtigen Ausrüstung – wie einem hochwertigen Silageballenwickler – können Sie das ganze Jahr über frisches Grünfutter konservieren, die Futterkosten drastisch senken und Ihre Tiere gesund und leistungsfähig halten.
Die Schritte sind einfach: zum richtigen Feuchtigkeitsgehalt ernten, auf die richtige Länge häckseln, gut verdichten, luftdicht verschließen und die Fermentation ihre Arbeit tun lassen. Folgen Sie dieser Anleitung und schon bald produzieren Sie hervorragende Silage.
Bereit loszulegen? Kontaktieren Sie Taizy für Informationen zu Silageballenpressen und -geräten, die zu Ihrem Betrieb und Budget passen.

